Gesammeltes
Der verkaufte Pharao
Unweit der Niagara-Fälle liegt ein unbekannter
Toter in einem Museum aus dem Jahr 1827 zwischen bizarren
Objekten. Das Haus ist eine Mischung aus konventioneller
Ausstellung und Grusel-Show. Unerkannt erträgt
er die Blicke neugieriger Touristen. Sie ahnen nichts
von seinem gottgleichen Rang. Die Mumie ist Teil einer
kuriosen Sammlung in Kanada.
1966 landet ein Besucher aus Deutschland in der Ausstellung.
Am Ende einer Dienstreise findet Meinhard Hoffmann
Gelegenheit, die ägyptischen Funde zu bestaunen
und glaubt Nofretetes Mumie entdeckt zu haben.
1985 untersucht der Ägyptologe Arne Eggebrecht
das fragile Skelett im Auftrag des ZDF. Der Experte
entfernt das Leichentuch und erlebt eine Überraschung.
Die Mumie offenbart ein unerwartetes Detail: ein eingewickelter
Penis. Darüber hinaus hält sie nicht einen,
sondern beide Arme gekreuzt. Nach eingehender Betrachtung
der "nackten" Mumie kommt Eggebrecht zur
verblüffenden Schlussfolgerung: die vermeintliche
Nofretete ist ein Mann.
Etwa zwei Jahre nach dem Deutschen Meinhard Hoffmann
kommt Gayle Gibson ins Museum an den Niagara-Fällen.
Auch der jungen Ägyptologin fallen bei der schon
einmal untersuchten Mumie die gekreuzten Arme auf.
Sie bittet den erfahrenen Kollegen Aidan Dodson um
Bewertung. Nicht allein die Pose alarmiert den Wissenschaftler,
vielmehr wundert ihn der Zustand des Körpers.
Er ist trotz der dauerhaft unsachgemäßen
Aufbewahrung auffallend gut erhalten. Für eine
erneute Erforschung des Skeletts gibt der Museumsbesitzer
keine Erlaubnis. Erst 1994 dürfen die beiden
Experten aus den Muskelfasern eine Probe entnehmen.
Mit einer Radiokarbon-Analyse wollen sie das Alter
des Leichnams bestimmen - auch wenn die Voraussetzungen
denkbar schlecht sind.
Ist der Leichnam aus Kanada jener Paramessu, der
Haremhab auf dem Thron ablöste und der als Ramses
I. die siegreiche 19. Dynastie in Ägypten begründete?
Seine Mumie jedenfalls haben Archäologen bisher
nicht gefunden. Der Tote aus Kanada weist zumindest
eine verblüffende Ähnlichkeit mit Sethos
I. auf, dem Sohn von Ramses I. Auch Ramses II., sein
Enkel, hält dem Vergleich stand. Ebenso wie Merenptah,
der Urenkel. Ein weiteres Indiz stützt die These:
Der Mann aus dem Niagara-Museum starb nicht in jungen
Jahren - der Körper gehört einem Erwachsenen.
Als Paramessu das höchste Amt antritt, ist er
bereits Mitte 50.

Die Mumie aus Kanada hat unter anderem Ähnlichkeiten
mit Merenptha.
Wieder geht der Verstorbene auf eine Reise, die
das altägyptische Totenbuch so nicht vorgesehen
hat. Im Museum von Atlanta soll endlich die alles
entscheidende Frage geklärt werden: Hat es Ramses
I. nach Amerika verschlagen? Eine DNS-Analyse könnte
helfen.
Noch immer weiß niemand genau, ob die Mumie
tatsächlich der verschollene Pharao ist. Der
3.000 Jahre alte Mann muss sich weitere Untersuchungen
gefallen lassen. Eine Computertomographie gewährt
den Forschern einen dreidimensionalen Einblick in
das Innere des Körpers. Die Sensation ist (nahezu)
perfekt!
Nach fast 40 Jahren ist das Geheimnis um den alten
Ägypter endlich gelöst. Der Tote darf nun
offiziell den Titel "Pharao Ramses I." führen,
obwohl die letzte Garantie fehlt. Zum ersten Mal auf
der langen Odyssee findet die Mumie die Beachtung,
die ihr gebührt. 150 Jahre lang lag sie unsachgemäß
aufbewahrt und unerkannt im Museum an den Niagara-Fällen,
jetzt ist sie ein Superstar. Im Oktober 2003 kommt
Ramses auf dem Flug nach Ägypten dem Himmel nah
- so wie es ihm die Worte aus den Jenseitsbüchern
angekündigt haben: "Ich bin auferstanden
aus meinem Grab. Ich fliege, ich steige auf wie ein
Falke. Die Götter haben meinen Namen gehört."
Die glückliche Heimkehr des einst verkauften Pharao wird zum
Medienereignis und gleicht der Ankunft eines neuzeitlichen Popstars.
Doch noch wird die kostbare Fracht aus den USA vor allzu neugierigen
Blicken geschützt. Der offizielle Empfang im Ägyptischen
Museum trägt Züge eines Staatsaktes. Das traditionsreiche
Haus nimmt das Geschenk von den amerikanischen Kollegen gerne an

Quelle: ZDF-Dokumentation "Mythos
Ägypten - Der verkaufte Pharao" - Sendung
vom 08.05.2005.
31. März 2007:
Die französische Polizei hat nach Angaben von Archäologen
Ermittlungen wegen möglichen Diebstahls von Haaren des berühmten
ägyptischen Pharaos Ramses II. aufgenommen. Ein Unbekannter
hatte auf der Internetseite Vivastreet.fr Haarsträhnen des
mumifizierten Herrschers zum Verkauf angeboten.
Er habe mit einem Kriminalpolizisten, der mit dem Fall beauftragt
sei, gesprochen, bestätigte der französische Archäologe
Christian Leblanc in Kairo. "Wenn das wahr ist, ist es ein
Skandal", sagte Leblanc, der einer der besten Kenner von Ramses
II. ist.
Der Anbieter erklärte im Internet, im Besitz der Haarsträhnen
zu sein, weil sein Vater einer französischen Wissenschaftlergruppe
angehört habe, die den Zustand der königlichen Mumie untersucht
habe. Er bot zusätzlich noch Harz und Binden zur Einbalsamierung
an. Unglücklicherweise könnte es sein, dass die Stücke
authentisch seien, sagte Leblanc. (apa)
Quelle: NEWS.AT
08. Dez. 2006:
Ein unbekannter Käufer hat einen antiken ägyptischen
Sarkophag samt der Mumie eines jungen Mannes für 1,1 Millionen
Dollar (gut 900.000 Euro) ersteigert. Der Sarkophag stammt nach
Angaben des Auktionshauses Christie's aus der Zeit der Jahre zwischen
990 und 940 vor Christi Geburt.
Untersuchungen mit Röntgenstrahlen hätten ergeben, das
es sich um die Mumie eines Mannes Anfang Zwanzig handle, der wahrscheinlich
aufgrund einer Infektion gestorben sei. Der Sarkophag sei von dem
aus Cleveland stammenden Verleger Liberty Holden aus Ägypten
eingeführt worden und im Jahre 1901 einem örtlichen Museum
geschenkt worden. Christie"s machte keine Angaben dazu, welche
Verwendung der neue Besitzer für den Sarkophag hat. (apa)
Quelle: NEWS.AT
03.08.2004:
Kairo - Archäologen sind in Oberägypten
auf eine zwölf Meter hohe Statue von Pharao Ramses
II. gestoßen. Ein Sprecher der Altertümerverwaltung
sagte, es handele sich um "das größte
bislang gefundene Standbild des altägyptischen
Herrschers", der von 1290 bis 1224 vor Christus
regierte. In dem Ort Akhmim, knapp 500 Kilometer südlich
von Kairo, sind Archäologen schon seit drei Jahren
mit Ausgrabungen beschäftigt. Von der jetzt gefundenen
Statue seien Kopf, Brust und Rumpf bereits freigelegt
worden.
(Aus "Hamburger Abendblatt" - Rubrik "Aus
aller Welt")
Wollt ihr mal den größten Schwachsinn
aller Zeiten lesen?
Über Google stieß ich auf die Homepage
http://www.enfal.de/wunder.htm.
Als erstes wird ein Bild gezeigt:

Die Unterschrift lautet:
"Dieses Photo wurde im britischen Museum in
London / England aufgenommen. Es zeigt den ägyptischen
Pharao Ramses II."
Auf dieser Seite wird folgendes behauptet:
"Sein Leichnam wurde bei der Eröffnung
des Suez-Kanals am Meeresstrand auf einer kleinen
Anhöhe gefunden (1. Schwachsinn!)
und nach London gebracht (2. Schwachsinn!
Die Mumie wurde zur Untersuchung nach Paris gebracht,
hat Ägypten aber ansonsten niemals verlassen!).
Auch nach über 3000 Jahren nach dem Tod des Pharao
sind Teile von seinen Haaren, sowie Muskeln an Kopf
und diversen Körpergliedmaßen, erhalten
geblieben.
Der Leichnam des Pharao nimmt die dritte Gebetsposition
des islamischen Gebets ein, bei dem die Stirn, die
Handflächen, die Knie und die Zehen den Boden
berühren müssen."
Muss man dazu noch was sagen? - Wohl kaum! Dennoch
habe ich in meinen Unterlagen nachgesehen - hier ist
das Originalfoto:

Ca. 5000 v. Chr. war das kultivierbare Land am Nil
knapp und man brauchte es für Siedlungen, den
Anbau von Feldfrüchten und als Weideland für
Vieh. Es war zu wertvoll, um hier die Toten beizusetzen.
Daher war es üblich, die Verstorbenen in flachen
Gräbern am Rand der Wüste zu beerdigen (aber
nicht die der Pharaonen!), wo die Sonnenwärme
und die Trockenheit des Sandes dazu beitrugen, die
Körper langfristig zu konservieren. Noch bevor
die Verwesung einsetzte, trocknete das Gewebe rasch
aus und der den Leichnam umgebende Sand absorbierte
die Körperflüssigkeit. Diese "natürlichen
Mumien" sind gut erhalten und man sieht häufig
noch Haut und Haare. Eben aus diesem Platzmangel heraus
wurden die Toten in dieser "Körperhaltung"
beigesetzt.
Laut den Untersuchungsergebnissen stammt diese Mumie
aus dem Jahr 3100 v. Chr. (Wie war das? Wann lebte
Ramses II.?) und befindet sich im Britischen Museum.
Absolut lächerlich ist die "Glaubensrichtung"! Wenn
ich lese, dass Pharao Ramses II. zu Allah gebetet haben soll, dann
sträuben sich mir die Nackenhaare - aber ganz
weit ab! Derjenige, der den obigen Müll verfasst hat, sollte
sich unbedingt mal mit Geschichte und Religionen näher befassen.
Vielleicht auch einfach nur mit der Frage, wann der islamische Glaube
entstanden ist.
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