3000 Jahre ägyptische Geschichte
In der Literatur sind die Zeitangaben unterschiedlich. Die
von mir erwähnten Daten beruhen auf den Daten aus dem
Brockhaus.
3000 - I. Dynastie
Hauptstadt: ABYDOS – Beginn
der absoluten Macht.
Narmer, König von Oberägypten,
erobert das ganze Niltal bis zum Mittelmeer und vereinigt
die beiden Königreiche unter dem neuen Symbol der weißen
Krone des Südens, die in die rote Krone des Nordens eingefügt
wird. Abydos wird zur heiligen Hauptstadt des Osiris.
Aha trägt den Gottesnamen "Horus" und gründet
in Unterägypten die Stadt Memphis.
Huadj führt eine Expedition zum Sinai.
Udimu führt das Zed-Fest als verbindlich ein.
2850 - II. Dynastie
Hauptstadt: MEMPHIS – Weiterentwicklung
der absoluten Herrschaft.
Hotepse Kemul, Neb Ra und
Nineter sind die ersten Könige der Dynastie.
Peribsen schlägt einen
Aufstand der Feudalfürsten nieder, verlegt die Hauptstadt
nach Memphis und ändert die Identifizierung seiner Göttlichkeit,
indem er Seth durch Horus ersetzt. Khasckhemul
verkündet als Staatskult den des Horus.
2770 - III. Dynastie
Hauptstadt: MEMPHIS – Ausdehnung
der absoluten Herrschaft auf religiösem Gebiet
Zoser macht den Sonnenkult
zu dem des Königs und bemächtigt sich der priesterlichen Herrschaft.
Imhotep, Fürst, Vizekönig
und Hoherpriester von Heliopolis ist der erste große Arzt
und Architekt der Geschichte. In Sakkara wird die große Stufen-Pyramide
errichtet.
Sekhem-Khet beginnt mit
der größeren Grabanlage mit Stufen-Pyramide von größeren Ausmaßen
als die von Zoser, vollendet sie jedoch nicht rechtzeitig.
Sanakht versucht mit seinen
Vorgängern zu wetteifern und beginnt mit dem Bau eines Mausoleums
entsprechend dem von Zoser; allerdings wird seine Grabstätte
dort angelegt, wo später der Totentempel von Unas entsteht.
Khâba ist der letzte König
der Dynastie und erbaut wahrscheinlich eine kleine Pyramide
in Zauiyet el Aryân.
2620 - IV. Dynastie
Hauptstadt: MEMPHIS – Befestigung
der Macht.
Snefru verteidigt die Grenzen,
erschließt Türkis-Bergwerke im Sudan, erbaut die erste Pyramide
mit glatten Flächen und bleibt als humaner und edler Pharao
in Erinnerung.
Cheops ernennt seine beiden
Söhne zu Hohenpriestern (die ausgeschalteten Priester werden
später sein Andenken verfluchen). Er erbaut die erste Große
Pyramide mit der umliegenden Totenstadt.

Anmerkung: Diese kleine, nur acht Zentimeter große Statue
aus Elfenbein ist die einzige Darstellung, die es von dem
Erbauer der größten Pyramide gibt!
Bildquelle: Ägyptisches Museum in Kairo.

Die Pyramiden von Gizeh (v. li. nach re.): Mykerinos,
Cheops, Chepren,
Didufri usurpiert für kurze
Zeit die Macht zwischen der Regierung von Cheops und der von
Chefren und beginnt den Bau der unvollendeten Pyramide von
Abu Roache.

Chefren (oder auch Chepren)
erbaut die zweite Große Pyramide mit einem riesigen Totentempel
und einem Grabtempel aus Granit.
Bildquelle: Ägyptisches Museum in Kairo.

Mykerinos (Menkau-Ra) gibt
der Priesterschaft einen Teil der von Cheops beschlagnahmten
Güter zurück und wird als gerechter und milder Pharao gefeiert.
Er erbaut die kleinste der Großen Pyramiden.
Das Bild zeigt Mykerinos zwischen der Göttin
Hathor (links) und einer Gaugöttin.
Bildquelle: Ägyptisches Museum Kairo.
Shepjeskaf bekämpft wiederum
die Priesterschaft. Es entstehen neue Nekropolen mit Mastabas
und Pyramiden.
2500 - V. Dynastie
Hauptstadt MEMPHIS – Machtkrisen
und Blütezeit des Sonnenkults.
Userkef, Neffe von Mykerinos
erbaut eine weitere Pyramide.
Sahu-Ra eröffnet den Kanal
von Bubasti, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet,
schafft eine mächtige Kriegsflotte und führt eine Expedition
in das sagenhafte Königreich Punt durch. Er erbaut einige
Pyramiden und einen Tempel in Abusir.
Meferir-Ka-Ra verliert die
richterliche und religiöse Macht.
Niuser-Ra unterbricht die
Reihe der Sonnentempel in Abusir und kehrt zum Pyramidenbau
von Sakkara zurück.
Unas erbaut eine Pyramide,
deren Inneres mit den „Pyramidentexten“ und den "Weisheitssprüchen"
von Ptah-Hotep ausgeschmückt wird, zwei der wichtigsten ägyptischen
Texte, die uns überliefert sind.
2350 - VI. Dynastie
Hauptstadt MEMPHIS – Zusammenbruch
der absoluten Macht.
Teti versucht die Zentralgewalt
durch Einsatz nubischer Söldner wieder herzustellen.
Pepi I. sieht das Schwinden
der Königsmacht durch das Anwachsen der Stärke der Fürsten,
der hohen Würdenträger und der Priester.
Pepi II. regiert seit seinem
sechsten Jahr bis über hundert. Dies ist die längste Regierungszeit
der Geschichte und ist rein nominell.
Ende der VI. Dynastie verfällt die Zentralgewalt
insbesondere durch den Druck der Beduinen.
2180 - VII und VIII. Dynastie
Hauptstädte: MEMPHIS und
ABYDOS – Dynastien bestehen nur noch dem Namen nach.
Asiatische Banden fallen in das Delta ein
und plündern die Städte.
2160 - IX und X. Dynastie
Bedeutendste Hauptstadt:
HERAKLEOPOLIS – Fehlen einer einheitlichen und anerkannten
Macht.
Nefer-Ka-Ra (2130-2120)
begründet eine „Gottgewollte“ aber nicht göttliche Monarchie,
in der der König „primus inter pares“ unter den Fürsten ist.
Nicht alle Fürsten erkennen ihn an.
2120 - XI. Dynastie
Hauptstadt: THEBEN – Wiedergeburt
der Zentralgewalt.
Sehertani-Antef (2120-2118),
selbsternannter König verlegt die Herrschaft von Herakleopolis
nach Theben.

Montu-Hotep I. übersetzt
soviel wie „Gott Montu ist zufrieden“ (2060-2010) dehnt die
Herrschaft auf Unterägypten aus und erbaut die großartigen
Tempel mit Pyramide, Säulenhallen und Stufen in Deir-al-Bahari.
Bildquelle: Ägyptisches Museum in Kario.
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